Der Hofladen hat geschlossen, der Gärtnerhof arbeitet weiter

 

Der Hofladen wurde zum 31.07.2021 geschlossen.

 

Gemüse, Pflanzen und Blumen werden am Verkaufswagen weiter vom Gärtnerhof verkauft:

 

Montag und Mittwoch 10-16 Uhr

 

Freitag 10-18 Uhr

 

Sonnabend 10 bis 14 Uhr.

 

Der Gärtnerhof mit allen Menschen, Tieren und Pflanzen arbeitet wie gewohnt für Sie weiter.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 

 

 

Arbeit und Lernen für  Menschen mit Förderbedarf

 Der Gärtnerhof in Hamburg Bergstedt

Da sind  Menschen mit Förderbedarf, die im Gemüsebau lernen und arbeiten, es sind verschiedenste Mitarbeiter*innen im Garten und Gewächshaus, auf dem Feld, der Werkstatt, im Büro, im Stall,…ehrenamtliche Helfer*innen und auch Kund*innen, die helfen, den Stüffel lebendig zu gestalten.

 

Der Gärtnerhof am Stüffel e.V. , Kooperationspartner der Elbe-Werkstätten GmbH, bietet  Menschen mit Förderbedarf, die den Anforderungen einer staatlich anerkannten Ausbildung nicht nachkommen können, eine betriebsinterne Lehrzeit und Beschäftigung im Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich der WfbM.

 

Stüffel bedeutet aber auch Beete mit vielen verschiedenen Gemüsearten, Kräutern, Blumen, Rindern und Pferden, Obstbäume, Wildblumen an den Wegen und auch ein Hofladen mit frischem Gemüse und einem breiten Sortiment.

 

Eine grüne Insel in der Großstadt, bewirtschaftet nach biologisch-dynamischen Grundsätzen.

 

 

Ihr Stüffel Team

 

Zur Information an Mitglieder, Kund*innen und die Menschen, die mit dem Stüffel verbunden sind:

 

Erklärung zur Kündigung der Räumlichkeiten der Hofladen e. G. zum 31.12.2021

 

Wir, die Verantwortlichen des Gärtnerhofes am Stüffel e.V., haben uns entschieden, die Räumlichkeiten des Hofladens zu kündigen und wollen Sie/euch informieren über den anstehenden Wandel in der Organisation.

 

Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund:

Die gemeinnützige Gärtnerei am Stüffel wurde zum Zweck der Förderung, Qualifizierung und Ausbildung von Menschen mit Förderbedarf im Bereich des biologisch-dynamischen Gartenbaus gegründet; zunächst als Genossenschaft Gärtnerei am Stüffel e. G.

Als dann die Vermarktung der Produkte der Gärtnerei ausgebaut werden sollte, musste es eine formelle Trennung geben: einen Gewerbebetrieb und den landwirtschaftlichen Betrieb.

Der Hofladen übernahm die Rechtsform der Genossenschaft als „Hofladen am Stüffel e. G“. Der landwirtschaftlich-gärtnerische Betrieb wurde der gemeinnützige Verein „Gärtnerhof am Stüffel e.V.“.

Viele der heutigen Genoss*innen sind noch dabei aus der Zeit, als die Genossenschaft den Hauptzweck in der Qualifizierung der Menschen mit Förderbedarf hatte.

Hofladen und Gärtnerhof gehörten immer zusammen.

 

Das Konzept, die Ware direkt vor Ort zu vermarkten, bezog die bei uns lernenden und arbeitenden Menschen von Anfang an mit ein. Pädagogische Arbeit ergänzt sich optimal mit der Produktion gesunder Lebensmittel und Naturschutz. Unsere gemeinsamen Werte konnten gut gelebt und nach außen gezeigt werden: biologisch, biologisch-dynamisch, sozial und regional.

 

Die Vermarktung über „unseren“ Hofladen schien immer sinnvoll und schlüssig und machte den Stüffel zum Ort der Begegnung.

Es gab immer auch sehr engagierte Mitarbeiter*innen, die sich im und für den Hofladen und die gemeinsame Idee einsetzten. Es war aber immer auch schwierig, genügend Mitarbeiter*innen zu finden und zusätzlich den zunehmenden Ansprüchen und Bestimmungen (z. B. rechtlich, finanziell, strukturell) gerecht zu werden.

Der Hofladen als Teil des Gesamtkonzeptes wurde immer selbstverständlich vom Gärtnerhof unterstützt bei Personalproblemen, Werbung, Außendarstellung, Investitionen u. ä.

 

Heute zeigt sich, dass Hofladen und Gärtnerhof sich zunehmend voneinander entfernt haben. Der Hofladen ist ein eigener Kosmos geworden. Er vermarktet noch das Gemüse, aber eine sonstige Zusammenarbeit und Kommunikation findet wenig statt. Das ist schade und wird von uns so nicht als sinnvoll erachtet.

Sehr wichtig ist es auch zu sehen, dass der Gärtnerhof den Demeter-Gedanken, nicht nur als Warenzeichen, sondern als gelebtes Vorbild z.B. auch in Bezug auf Gemeinschaftsbildung, Gesamtkreislauf, Pädagogik und Kommunikation sieht.

 

Der Ort Stüffel 12, mit allem, was dazu gehört, muss aus vielen Gründen äußerlich und auch innerlich mit den gelebten Werten zusammengehören und sich stetig weiterentwickeln. So sind wir, die Verantwortlichen des Vereins, zur Überzeugung gelangt, dass der Hofladen in seiner jetzigen Form nicht mehr die zukunftsfähige Vermarktungsform für diesen besonderen Ort ist.

Wichtig ist, immer wieder den Fokus darauf zu richten, warum es den Gärtnerhof und den Hofladen an diesem Standort Stüffel 12 gibt.

Wir geben Menschen mit Förderbedarf eine Möglichkeit zur Beschäftigung und Qualifizierung, wir geben Raum zum Lernen und zur Entwicklung, wir erzeugen gesunde Lebensmittel und betreiben ökologische Landwirtschaft; über den Hofladen werden unsere Produkte vermarktet, damit wir unsere Aufgaben weiter erfüllen können. Hofläden dienen auf Demeter-Höfen der Landwirtschaft. Sie sind nicht Selbstzweck und sollen es auch nicht sein.

 

Wir wollen Vorbild sein in der Tierhaltung und respektvollem Umgang mit allen Wesen. Gerade in Zeiten des Umdenkens in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist eine direktere Vermarktung sinnvoll. Stichworte sind hier Einsparen von Transportkilometern, aber auch Abgabe von Gemüse, was äußerlich nicht ganz der Norm entspricht.

Wir möchten das Gebäude des Hofladens für den Gärtnerhof nutzen. Wir brauchen dringend Besprechungs- und Unterrichtsräume, ein zusätzliches Büro und Lager. So müssen wir nicht bauen und investieren.

Zu unseren Idealen passt die Form der Direktvermarktung mit nur bei uns produzierten Waren und ebenso die Form der „Solidarischen Landwirtschaft“ gut.

 

Wir werden weiterhin ökologische Landwirtschaft betreiben und unsere Produkte der Bevölkerung zugänglich machen. (Informationen dazu unter Neuigkeiten)

 

Ein neuer Anfang wird gemacht werden und dann wollen wir uns gemeinsam dem zuwenden, was den Stüffel ausmacht, warum wir ihn bewahren und in die Zukunft entwickeln wollen.

 

 

Für den Vorstand des Gärtnerhofes

 

Karin Scheewe, Elke Pauli

Der gemeinnützige Verein Gärtnerhof am Stüffel ist eine bunte, ökologische Insel auf  dem Hamburger Stadtgebiet und bereits seit 1993 ein anerkannter Demeter-Betrieb.

 

 

Stüffel on Video

 

Nicolei Prodöhl und weitere MitarbeiterInnen des Stüffels haben einige Videos über ihre Arbeit auf dem Gärtnerhof aufgenommen. Die Filme bieten Einblick in die Tätigkeiten und können hier und auf der Seite Arbeit und Lernen aufgerufen werden

DE-ÖKO-022

Deutsche Landwirtschaft

Arbeit & Lernen am Stüffel
Flyer Kurzinfo 2017druck.pdf
PDF-Dokument [3.1 MB]