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Stüffel, das kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet soviel wie steinig. Nach
Gemüseanbau klingt das zunächst nicht. Doch wie alles am Stüffel sind auch Grund und Boden vielfältig. Hier wachsen über 30 verschiedene Gemüse, ökologisch angebaut nach biologisch-dynamischen Richtlinien. Das meiste
davon geht über den Hofladen direkt weiter an den Kunden.
Das Feingemüse und die Salate
stehen auf hofnahen Beeten oder geschützt in Gewächshäusern und Folientunneln. Auf 1300 Quadratmeter ist die Fläche unter Gewächshausdach und Folie inzwischen angewachsen. Das ist zwar nur eine kleiner Teil der
Gemüseanbaufläche, doch er spielt eine wichtige Rolle. In den Wintermonaten wären Ausbildung und Betrieb ohne Gewächshäuser kaum möglich.
Unter dem Glasdach werden Pflanzen vorgezogen und wärmeliebendes Gemüse angebaut. Den
Pflanzenschutz übernehmen in erster Linie die Nützlinge, das sind Tiere die sich von Raupen und Blattläusen ernähren. Die meisten Nützlinge sind selber winzig kleine Insekten und werden im Gewächshaus ausgesetzt. Ein
Nützling wie die Erdkröte kommt gerne von ganz alleine vorbei. Auch Vögel suchen im Gewächshaus immer wieder nach Futter.
Die Auszubildenden lernen im Gewächshaus die Aussaat in Pikierkisten und trainieren ihre
Feinmotorik beim Umgang mit kleinen Jungpflänzchen. Im Frühjahr wachsen hier für alle, die sich nach dem ersten frischen Grün des Jahres sehnen, die ersten heimischen Salate. Im Sommer ist dann Platz für mehr
südländisches wie Tomaten, Gurken, Auberginen, aber auch für Stangenbohnen.
Von einem großen Glashaus wird zur Zeit noch geträumt. Die Folientunnel bilden eine
kostengünstige Alternative zum Gewächshaus und gehören heute im Gemüsebau dazu. Hier lässt sich Gemüse anbauen, welches sonst in unserem Klima wenig Chancen hätte.
Im Freiland steht für den Anbau
von Gemüse eine Fläche von
etwa zwei Hektar zur Verfügung. In der Nähe des Hofes werden besonders die arbeitsintensiven Gemüse angebaut, die täglich kontrolliert und bearbeitet werden müssen. Wichtig für viele Gemüse ist auch, dass nah beim Hof eine Bewässerung möglich ist. Hier können zur Saison Gemüse wie zum Beispiel Kohlrabi, Salat, Radis und Rukola täglich frisch geerntet werden.
Die Palette an Gemüse ist groß am Stüffel. Die richtige Sortenwahl spielt beim Gemüse für
den ökologischen Anbau eine besondere Rolle. Die gängigen Sorten der Saatgutfirmen sind meist nur für den konventionellen Anbau gezüchtet und brauchen schnelllöslichen Dünger um zu Wachsen. Am Stüffel wird statt dessen
lebendiger Kompost eingesetzt.
„Wir bauen Pflanzen an, die nicht so schnell wachsen, aber gesund sind und besser schmecken“
sagt Gärtnermeisterin Karin Scheewe zur Auswahl der Sorten. Für die Tomaten werden vorwiegend samenfeste Sorten gewählt, die seit vielen Jahren am Stüffel vermehrt werden. Die Tomaten haben sich ihrem Standort
angepasst, so wie die früher für viele Betriebe üblichen Hofsorten.
Eine Besonderheit am Stüffel ist
der Kräutergarten. Er bietet die Möglichkeit, in eine Welt der Düfte und Farben einzutauchen. Im Sommer ist hier ein beliebter Platz für eine kleine Pause und ein Ort mit Anschauungsobjekten für Kräuterseminare. Die
kleine Oase liefert auch die frischen Kräuter für den Verkauf im Hofladen. So kann vom Gewürz bis zum Gemüse alles angeboten werden.
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